Autopfandleihe
Wer einen eigenen Pkw besitzt und kurzfristig Geld benötigt, dem bietet sich mit der sogenannten Autopfandleihe eine interessante Alternative zur Beantragung eines Ratenkredites oder der Nutzung eines Dispositionskredites. Der Vorteil: Als potentieller Kreditnehmer benötigt man bei der Autopfandleihe keine Kreditwürdigkeit. Somit kann grundsätzlich jeder, der Eigentümer eines Autos ist, die Autopfandleihe nutzen. Dadurch ist die Autopfandleihe auch bei hohen Bestandsschulden, negativer Schufa oder Arbeitslosigkeit attraktiv.
Die unkomplizierte Verfügbarkeit und Handhabung ist aber keineswegs der einzige Vorteil der Autopfandleihe. Vielmehr ist die Autopfandleihe auch deshalb so interessant, weil sich finanzielle Engpässe von wenigen Tagen oder Wochen Dauer überbrücken lassen, ohne dass man einen langfristigen Kreditvertrag eingehen muss. Wer regelmäßig die anfallenden Monatszinsen zahlt, kann sein Pfand theoretisch auf unbestimmte Zeit beleihen. Auf der anderen Seite ist auch eine Auslöse nach ein oder zwei Tagen möglich. Insgesamt ist die Autopfandleihe also eine sehr flexible Finanzierungsmöglichkeit. Aus Kostengesichtspunkten ist eine Autopfandleihe aber vorwiegend für sehr kurze Finanzierungszeiträume geeignet. Weil die anfallenden Zinsen in der Regel hoch sind, ist eine langfristige Finanzierung per Autopfandleihe normalerweise denkbar ungünstig.
Das Funktionsprinzip der Autopfandleihe ist eigentlich immer gleich: Als Fahrzeugeigentümer stellt man den zu verpfändeten Wagen beim Pfandhaus vor, wo dieser dann einer eingehenden Wertbeurteilung unterzogen wird. Der zu verpfändende Wagen kann dann bis zu einer bestimmten Beleihungsgrenze beliehen werden. Dabei muss nicht zwingend der höchstmögliche Betrag aufgenommen werden. Werden die Schulden und Zinsen bezahlt, kann man den verpfändeten Wagen wieder auslösen. Bleibt die Rückzahlung der Schulden aus, wird der verpfändete Wagen hingegen zwangsverwertet. Der Erlös dient dann der Begleichung der bestehenden Schulden und der offenen Zinsen. Liegt der Erlös unter den bestehenden Schulden, bleibt eine Restschuld. Ein eventueller Mehrerlös kommt dem Kreditnehmer zu Gute. Die Verwertung ist in der Regel der ungünstigste Fall für den Kreditnehmer, weil der Erlös meist unter dem tatsächlichen Wert des Fahrzeugs liegt.
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